Leseprobe: Anrufung der Kosmischen Mutter
Oh, Große Mutter, göttliche Weiblichkeit, Gebärerin des Kosmos, Geliebte des Geistes, Schöpferin aller Materie und Königin aller Welten in allen Welten und außerhalb von ihnen, wir rufen dich in dieser Stunde zu uns.Wir sind deine Kinder, erhöre unser Rufen. Wir sind die Söhne und Töchter aus deiner göttlichen Vereinigung, das Fleisch deiner Leidenschaft für das Leben. Du, die du dich am Anbeginn aller Zeiten mit dem Geist, unserem Vater vereinigt und uns aus dieser gesegneten Einheit von Geist und Materie hervorgebracht hast: Wir sind deine Kinder, die Söhne und Töchter deines Fleisches und deines Herzens. Wir erinnern uns an deine Berührungen, an den Duft deiner Essenz, und wir sehnen uns nach dir. Komm in unsere Herzen und schenke uns Erinnerung. Komm in unseren Verstand und öffne unseren Geist. Erleuchte uns durch deine Gegenwart. Lüfte die Schleier, auf dass wir sehen können, und lass die Tore sich öffnen, auf dass sich Schönheit und Ekstase in unseren Häusern und in unseren Herzen ausbreiten. Dies ist die Stunde unserer größten Bedrängnis. Wir rufen dich durch Feuer und Wasser, durch Erde und Wind, durch alles, was deinen Namen trägt. Wir rufen all deine Ahnen auf und alle deine Namen. Komm zu uns. Erfülle uns. So sei es.
Judi Sion: Erstmals vorgelesen am 9. November 2001 beim Magdalena-Retreat in Sedona, Arizona
Das Manuskript der Magdalena
Toms
Einführung zum Manuskript der Magdalena
Ich habe mich mit dem Manuskript von Maria Magdalena sehr schwer getan. Das lag unter anderem daran, dass es sich hier um gechanneltes Material handelt und ich eigentlich annahm, dass ich diese Art des Schreibens seit dem Abschluss des Hathor-Buches (siehe Veröffentlichungen) hinter mir gelassen hätte. Meiner Ansicht nach ist das Channeln eine fragwürdige Angelegenheit. Es kommt mir vor wie die Schlagnetz-Fischerei in den Wasserläufen der Camargue in Südfrankreich. Übrigens vermuten viele Menschen, dass Magdalena hier an Land gegangen war. Dort lässt man große Netze vom Ufer aus ins Wasser hängen, zieht sie ab und zu mit einer Winde hoch und schaut dann, was darin hängen geblieben ist. Das Channeln erscheint mir sehr ähnlich. Durch unsere Psyche ziehen Strömungen, in denen so allerhand vor sich hin treibt. Manches davon ist interessant, manches wertlos und manches einfach nur wunderlich. Ab und zu verfängt sich etwas eindeutig Wertvolles im Channel-Netz, doch meistens ist es mit einer Menge Müll vermengt. Meine ersten Erfahrungen mit dem Channeln hatte ich in den späten siebziger Jahren. Ein Freund von mir war in der medizinischen Forschung an der Duke Universität tätig und wir führten eine Reihe von Untersuchungen über dieses Phänomen durch. Ich arbeitete zu jener Zeit in meiner psychotherapeutischen Praxis mit Hypnose und wir wollten wissen, was bei einem hypnotisierten Zustand an gechanneltem Material entstehen kann. Gleich am ersten Abend bekamen wir »Kontakt« mit einer großen Intelligenz, die wir euphemistisch »Big Dude« (großer Macker) nannten. Ich habe manchmal eine ziemlich respektlose Art, wie jeder weiß, der mich kennt. Big Dude sprach in der, für viele gechannelte Intelligenzen und Wesenheiten typischen weit ausholen den und pastoralen Art über mögliche Veränderungen auf der Erde und über die Zusammenhänge im Universum.